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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Koptische Kunst , von arabisch kipt, "Ägypter".

Die Kopten waren ägyptische Christen, die unter Patriarch Dioskur als Folge des Konzils von Chalcedon 451 n. Chr. eine gesonderte Entwicklung nahmen. Mit ihrem Glauben an den Monophysitismus (Bezeichnung für die Absorption der menschlichen Natur Christi von seiner Gottesnatur) wichen die koptischen Christen von der orthodoxen Lehre Konstantinopels ab. Die Koptische Kunst hat vor allem ägyptische Wurzeln, wurde aber auch von hellenistischen Einflüssen geprägt, die u. a. auf das Kulturzentrum Alexandria zurückgehen, der Residenz der Patriarchen. Das byzantinische Formengut der Koptischen Kunst stammt aus wichtigen Verwaltungszentren wie etwa Antinopolis.

Durch die arabische Eroberung (641 n. Chr.) gelangte auch arabisches Kulturgut in die Koptische Kunst. Die * Ikonographie wurde u. a. von zahlreichen * apokryphen Schriften beeinflusst. Prägend auf die Koptische Kunst wirkten nicht zuletzt die großen ägyptischen Klöster. Als Glanzzeit der Koptischen Kunst gilt der Zeitraum vom 7. bis 9. Jh. Nach 1250 begann die Koptische Kunst sukzessive an Eigenständigkeit zu verlieren, wenn auch typische Objekte der Koptischen Kunst noch bis ins 19. Jh. hergestellt wurden. Eigenständige koptische Bauwerke lassen sich seit dem 5. Jh. nachweisen; erhalten sind vor allem Sakralbauten in Form dreischiffiger Basiliken. Hervorzuheben sind außerdem koptische * Ikonen, * Wandmalereien, Textilien verschiedenster Art, z. B. sassanidische Seidenstoffe, ferner Arbeiten unter Verwendung von Glasperlen sowie Reliefs aus Holz oder Elfenbein, bei denen die Personen in der Regel * en face dargestellt sind. Als Vorbilder dienten manchmal antike Motive, etwa die Verwandlung * Daphnes in ein Lorbeerbäumchen, als Sinnbild der Keuschheit.

A. J. BUTLER, The ancient Coptic Churches of Egypt, 2 Vols., Oxford 1884; G. EBERS, Sinnbildliches. Die K. ein neues Gebiet der altchristl. Sculptur u. ihre Symbole, Leipzig 1892; O. WULFF, W. F. VOLBACH, Spätantike und kopt. Stoffe aus ägypt. Grabfunden in den Staatl. Mus. Berlin, Berlin 1926; K. WESSEL, Kunst der Kopten, Kat., Recklinghausen 1962; G. EGGER (Hg.), Frühchristl. und kopt. Kunst, Kat., Wien 1964; G. BRÖKER, Kopt. Stoffe, Berlin 1966; L. KYBALOVA, Coptic Textiles, London 1967; S. TRAUZEDDEL, Die K. als ägypt. Volkskunst, Diss. Halle 1968; A. EFFENBERGER, Kopt. Kunst, Leipzig 1975; A. BADAWY, Coptic art and archaeology, Cambridge/Mass. 1978; C. NAUERTH, Kopt. Stoffe, Kat., Frankf./M. 1986.


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