Korinthische Säulenordnung , eine der drei von * Vitruv erwähnten Säulenformen im klassischen Altertum (vgl. * dorische und * ionische Säulenordnung, * Kompositionssäule).
Die Korinthische Säulenordnung ist die zuletzt entwickelte * Säulenordnung; sie entstand erst gegen Ende 5. Jh. v. Chr. und reichte bereits in die römische Epoche. Charakteristisch für die Korinthische Säulenordnung ist die Kelchform des * Kapitells, das von einer oder zwei Reihen vertikal angeordneter * Akanthusblätter umgeben ist. Aus dem Akanthus erheben sich Spiralformen, die so genannten * Helices. Vom Schaft der Säule wird das Kapitell durch einen * Rundstab getrennt. Den Abschluss gegen das Gebälk zu bildet ein quadratischer * Abakus mit eingezogenen Seitenflächen.
R. CHITHAM, Die Säulenordnung der Antike u. ihre Anwendung in der Architektur, Stuttgart 1987.
|