Kothurn , der, von griechisch kothornos, "Jagdstiefel",
Aus dem Vorderen Orient stammender, meist bis zum Knie reichender, für beide Füße gleich geschnittener Stiefel aus weichem Leder, der vom 7. Jh. v. Chr. bis zur römischen Kaiserzeit von Männern und Frauen getragen wurde.
Während der Kothurn anfänglich eine flache Sohle hatte, wurden vor allem die seit dem 5. Jh. v. Chr. im griechischen Theater getragenen Exemplare mit einer starken Sohle versehen, ebenso die von Herrschern verwendeten Kothurn. Die oft stelzenartig hohe Sohle sollte die Träger der Kothurn größer erscheinen lassen. Später wurden hohe Holzsohlen bei Kothurn allgemein gebräuchlich.
M. BIEBER, Denkmäler zum Theaterwesen, Berlin, Leipzig 1920; I. LOSCHEK, Reclams Mode & Kostümlex., Stuttgart 1994.
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