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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Krapp , roter Farbstoff (Alizarin, Purpurin). Nach Plinius wurde Krapp bereits in der Antike aus den Wurzeln der Krapppflanze (Rubia tinctorum L.) sowie diverser Rötegewächse (Färberröte) gewonnen und für Wandmalereien und Gemälde verwendet.

Neben Malereien diente Krapp im Mittelalter manchmal auch zum Einfärben von Elfenbeinschnitzereien, wie z. B. von * Theophilus Presbyter in seiner Schrift "Schedula diversarum artium" beschrieben. Da Krapp nur wenig lichtfest ist, sind mit Krapp gemalte Partien stark ausgebleicht. Ab 1868 wurde Krapp von synthetisch hergestelltem Alizarin verdrängt (Alizarin-Krapplack). Ein alter Name für Krapp ist "Palud". Auch nach Malern wurde Krapp früher oft benannt; gebräuchlich waren die Bezeichnungen Van-Dyck-Rot, Rembrandt-Lack und Rubens-Lack.

E. BREPOHL, Vom Rotfärben des Beins, in: Theophilus Presbyter u. die mittelalterl. Goldschmiedekunst; H. KÜHNE, Farbmaterialien, in: Reclams Handb. d. künstler. Techniken 1, Stuttgart 1988.


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