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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Antonius Eremita , der Einsiedler, der Große.

Der auch * Abbas oder Wüstenvater genannte Heilige stammte aus Komé, heute Keman, in Ägypten und soll von 251/252 bis 356 gelebt haben. Es wird berichtet, dass Antonius Eremita seinen ganzen Besitz den Armen gab und fortan in einer Ruine am Nilufer lebte. Da das Feuer, mit dem Dämonen seine Zelle in eine Flammenhölle verwandelt hatten, dem Heiligen nichts anhaben konnte, wurde Antonius Eremita u. a. bei Feuergefahr und bei Erkrankung am sogen. * Antoniusfeuer angerufen. Darstellungen des von Dämonen umringten Antonius Eremita sind häufig. Auf Drängen seiner zahlreichen Jünger soll Antonius Eremita mit 90 Jahren ein Kloster gegründet haben. Der sich auf den hl. Antonius Eremita berufende Antoniterorden entstand 1095 in St. Didier-de-la-Motte. Dorthin ließ auch ein französischer Adeliger namens Gaston zum Dank für die Heilung seines Sohnes vom Antoniusfeuer die * Reliquien des Heiligen bringen. Seit 1217 widmeten sich die Antoniterchorherrenstifte ganz besonders der Krankenpflege. Die Antoniter durften uneingeschränkt Almosen sammeln, wobei sie mit Glöckchen, die an einem * Tau-Stab befestigt waren, auf sich aufmerksam machten. Ab dem 14. Jh. wird der hl. Antonius Eremita zumeist mit einem schwarzen Mantel mit einem T-förmigen Kreuz über dem gegürteten Gewand dargestellt. Attribute: das sogen. Antoniuskreuz (* Kreuz), eine brennende Fackel, als Hinweis auf das Antonius Eremitafeuer, ein Schwein, womit einerseits auf das Privileg des Ordens hingewiesen wird, Schweine zu züchten und die Tiere frei zu weiden, andererseits aber auch darauf, dass Antonius Eremita allgemein als * Patron der Haustiere gilt.

A. WEISSENHOFER, Die Darstellung der Versuchung des hl. A. in der bild. Kunst, in: Mitt. der Ges. für vergleichende Kunstforschung, Wien 8, 1956; E. SAUSER, A., Abbas (der Große), Stern der Wüste, Vater der Mönche, Einsiedler, in: Lex. der christl. Ikonographie 5, 1973, Sp. 205-217.


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