Kristall , von griechisch krystallos, "Eis", "Bergkristall".
Kristalle sind feste Körper, die von regelmäßig geformten ebenen Flächen begrenzt werden. Sie entstehen durch Erstarren von Schmelzen aus sich abkühlenden oder verdampfenden Lösungen bzw. durch Sublimation. Ihre Atome, Ionen und Moleküle sind räumlich-periodisch angeordnet. Die Einteilung der Kristalle erfolgt, indem drei oder mehr gedachte Gerade, die sich im Mittelpunkt der Körper schneiden, zu Hilfe genommen und diese Achsenkreuzungen beschrieben werden. So gesehen, ergeben sich rein rechnerisch 32 Kristallklassen, die zu sechs bzw. sieben Systemen gezählt werden. In jedem System leiten sich aus den Vollflächnern (Holoedern), durch den regelmäßigen Wegfall von Flächen, Teilflächner ab. Zu ihnen gehören die Halb- (Hemieder), Viertel- (Tetartoeder) und Achtelflächner (Ogdoeder). Die wertvollsten Kristalle sind: * Diamant, * Rubin, * Smaragd und * Saphir in Edelsteinqualität. Vgl. * Bergkristall.
E. EGG, Die Freiburger Kristallschleifer und der Innsbrucker Hof, Freiburg i. Br. 1959; H. R. HAHNLOSER, Theophilus Presbyter u. die Inkunabeln des mittelalterl. K.schliffs an Rhein u. Maas, in: Rhein u. Maas. Kunst u. Kultur 800-1400, Kat., Bd. 2, Köln 1973; W. SCHUMANN, Edelsteine und Schmucksteine, BLV Be-stimmungsbuch, München, Wien, Zürich 1991; Chr. CAVEY, Edle Steine & Juwelen, Erlangen 1994.
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