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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Kröse , Krause, Duttenkragen, aus Frankreich stammende und durch das spanische Hofzerimoniell über ganz Europa verbreitete Halskrause, die ab Mitte 16. Jh. für "Herrschaften von Stand" als obligatorisch galt und besonders lang bei Amtstrachten gebräuchlich war (* Mühlsteinkragen).

Der auch im deutschen Sprachraum dafür verwendete französische Terminus ist * Fraise. Entwickelt hat sich die Kröse aus dem als Rüsche gezogenen Kragenabschluss. Besonders große Ausführungen mit formgebendem Drahtrahmen werden als "Mühlsteinkragen" bezeichnet. Eine spezielle Art war der aus Spanien stammende "Pfeifenkragen" aus röhrenförmigen gestärkten Fältelungen. Die im Durchmesser großen Krägen mit breitem Rand machten die Verwendung der Essgabel notwendig, weil man die abgeschnittenen Fleischstücke nicht mehr wie bisher mit der Hand zum Mund führen konnte, ohne die steifen Krägen zu beschädigen. Vor der Halskrausenmode waren nur in der Küche zum Tranchieren von Fleisch große Gabeln in Gebrauch. Bei Tisch verwendete man lediglich Messer und Löffel. In Frankreich wurde 1579 die Halskrause durch den großen, aber flach liegenden Kragen aus * Spitze ersetzt. Im übrigen Europa löste der Spitzenkragen die unbequeme Kröse oft erst während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) ab. Am längsten hielten die Niederländer an der Kröse fest.

F. van THIENEN, Das Kostüm der Blütezeit Hollands 1600-60, Berlin 1930; J. LAVER, Das Kostüm. Eine Geschichte der Mode. Renaissance u. Frühbarock, 3 Bde., München 1951; M. MEYER, Das Kostüm auf niederländischen Bildern. Zum Modewandel im 17. Jh., München 1986; E. THIEL, Geschichte d. Kostüms. Die europäische Mode von den Anf. bis zur Gegenwart, Berlin 1987; I. LOSCHEK, Reclams Mode & Kostümlex., Stuttgart 1994.


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