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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Krösus (griechisch Kroisos, lateinisch Croesus), letzter lydischer König (geb. um 595 v. Chr.; gest. nach 547) aus der Dynastie der Mermnaden.
Krösus eroberte fast ganz W-Kleinasien und kam durch Kriegsbeute, Tributzahlungen sowie durch Goldfunde zu seinem sprichwörtlich gewordenen Reichtum. Er soll sich selbst für den "Beglücktesten aller Sterblichen" gehalten und den weisen Solon gefragt haben, wer nach dessen Ansicht der Glücklichste sei. Wegen Solons Antwort: "Niemand ist vor seinem Tode glücklich zu preisen!" wurde der Weise von Krösus ungnädig entlassen. Nachdem Krösus das Perserreich nach einer falschen Deutung des delphischen Orakelspruchs angegriffen, von * Kyros II. 547 v. Chr. aber besiegt und nach der Einnahme von Sardes zum Tod durch Verbrennen verurteilt worden war, erinnerte sich Krösus, auf dem Scheiterhaufen stehend, an die Worte Solons und rief dreimal laut dessen Namen. Kyros d. Gr. soll ihm daraufhin das Leben und die Freiheit geschenkt haben, nachdem Krösus ihm von dem Zusammentreffen mit dem Weisen berichtet und dessen Ausspruch wiederholt hatte (Herodot 1,29-33 und Plutarch 5, 27 f.).
Auf Gemälden ist Krösus meist inmitten seiner Schätze oder auf dem Scheiterhaufen stehend dargestellt. Erst 1993 konnte ein langwieriger Rechtsstreit über den Krösus-Schatz beigelegt werden, und das Metropolitan Museum of Art in New York erklärte sich bereit, die Kostbarkeiten zurückzuerstatten, die es vor 30 Jahren von anatolischen Grabräubern erworben hatte.
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