Krummstab , Hoheitszeichen von Bischöfen und Äbten.
Der Krummstab besteht aus einem * Schaft und der an seinem oberen Ende anschließenden Krümme. In Verbindung mit kirchlichen Würdenträgern wird der Krummstab erstmals im 7. Jh. in Spanien erwähnt; als Symbol für Macht und Würde ist der Krummstab aber schon viel älter. So zählte der gekrümmte Hirtenstab zu den * Insignien der Pharaonen, und die römischen Auguren, die u. a. das Geschick aus dem Vogelflug deuteten, führten einen Krummstab als Zeichen ihrer Autorität. Für Krummstab sind auch noch folgende Bezeichnungen gebräuchlich: Abtstab, Baculus pastoralis, Bischofsstab, Hirtenstab, Pastoralstab und Pedum. (Stäbe mit T-förmigem Kopfteil heißen * Taustäbe.)
F. FOCKE, Szepter u. K., FS für A. Fuchs, Paderborn 1950; R. BAUERREIS, Abtstab u. Bischofsstab, in: Studien u. Mitt. zur Gesch. des Benediktinerordens 68, 1957.
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