Krypta , griechisch, "gedeckter Gang", "Gewölbe", von kryptein, "verbergen",
Bezeichnung für einen unterirdischen Grabraum. In frühchristlicher Zeit waren die Gläubigen gezwungen, Grabräume verborgen anzulegen. Als Folge entstanden die * Confessio und später die Krypten. Die in romanischen Kirchen unter dem Ostteil, d. h. unter dem * Chor angelegten Krypten dienten als Begräbnisstätten hoher geistlicher und weltlicher Würdenträger sowie zur Aufbewahrung von * Reliquien. Während in gotischen Kirchen für gewöhnlich keine Krypten angelegt sind, kamen sie im Barock als Fürstengruft wieder in Mode und sind oft durch ein Gitter im Fußboden einsehbar. Üblicherweise befindet sich die Krypta im Ostteil einer Kirche, es gibt aber auch so genannten Westkrypten. Der Dom in Trier hat z. B. sowohl eine Ost- als auch eine Westkrypta.
H. BUSCHOW, Studien über die Entwicklung der Krypta im deutschen Sprachgebiet, Würzburg 1934; H. CLAUSSEN, Heiligengräber in Frankreich, Diss. Marburg/Lahn 1950; R. WALLRATH, Zur Bedeutung der mittelalterlichen Krypta, in: Beitrag zur Kunst des Mittelalöter, Berlin 1950; E. H. LEMPER, Entwicklung u. Bedeutung der Krypten ... vom Ende der Romanik bis zum Ende der Gotik, Habilschrift, Leipzig 1962; M. S. BURKE, Hall Crypts of first romanesque, Diss. Berkeley 1976.
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