Kuhmäuler , Kuhmaulschuhe, Bezeichnung für flache, sehr breite und vorne abgerundete Schuhe, die von Frauen wie Männern getragen wurden.
Sie lösten etwa 1510 die Schuhmode der so genannten * Entenschnäbel ab. Als Zwischenform gab es anfänglich Kuhmäuler mit zwei ausgestopften hornförmigen Spitzen, die links und rechts nach oben wegstanden und "gehörnte Kuhmäuler" genannt wurden. Wie die übrige Kleidung des 16. Jh. wiesen auch modische Kuhmäuler eingeschnittene Schlitze auf, die farbig unterlegt waren. Die Mode des breiten Schuhwerks wurde auch bei den Eisenschuhen der * Rüstungen übernommen. Andere Namen für Kuhmäuler sind Ochsenmäuler und Bärentatzen.
I. LOSCHEK, Reclams Mode- und Kostümlexikon, Stuttgart 1994.
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