Kunstkammerbild
1) Bezeichnung für seit der Renaissance übliche, in quadratische dunkel gebeizte * Kunstkammerrahmen eingesetzte, häufig auf * Kupfertafeln gemalte, oft runde Bilder. Kunstkammerbilder sind nicht immer gemalt, sondern können auch als * Pietra dura, * Mikromosaik, * Mikroschnitzerei, * Keroplastik oder feines Elfenbeinrelief ausgeführt sein. Gemalte * Rondells oder als Mikroschnitzerei gestaltete Kunstkammerbilder werden gewöhnlich durch ein rundes, leicht bombiertes Glas geschützt, das mittels eines vergoldeten Messingrähmchens im Holzrahmen fixiert ist.
2) Gemalte Bilder mit Darstellungen realer oder fiktiver * Kunst- und Wunderkammern. Auf die Bildgattung, die auch Cabinet d' Amateur genannt wird, waren vor allem Maler aus den Niederlanden spezialisiert, beispielsweise J. van Kessel und D. Teniers.
Lit. 2): S. SPETH-HOLTERHOFF, Les peintres flamands de Cabinets d' Amateurs au XVIIe siècle, Brüssel 1957; N. SCHNEIDER, Stilleben. Realität u. Symbolik der Dinge, Köln 1989.
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