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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Apelles , von Kolophon, griechischer Maler der 2. Hälfte des 4. Jh. v. Chr.

Der Künstler wurde von seinen Zeitgenossen als der größte Maler bezeichnet. Mangels erhaltener Werke geben nur literarische Überlieferungen, oft nur in Form von Anekdoten, über sein Leben Aufschluss. Apelles stammte aus Kolophon (kleinasiatisch-jonisches Küstengebiet) und erhielt seine Ausbildung bei dem Ephesier Ephoros und in der Malerschule von Sikyon, bevor er am Hofe * Alexanders d. Gr. (356-323 v. Chr.) wirkte. Von Apelles soll der Ausspruch "Schuster, bleib bei deinem Leisten!" stammen.

Wörtlich lautet der lateinisch überlieferte Satz: "Ne sutor supra crepidam!" (Der Schuster soll nicht über die Sandale hinausgehen!). Der Verweis galt einem Schuhmacher, der einer zu malenden Sandale wegen zu Rate gezogen wurde und sich dabei kritisch über das bereits dargestellte Bein geäußert haben soll. Ein auf diese Szene Bezug nehmendes Bild befindet sich im Hessischen Landesmuseum in Kassel. Überliefert ist, dass Apelles für das Asklepiosheiligtum von Kos die Göttin Aphrodite malte, wie sie aus dem Meer aufgetaucht ihr Haar auswand. Später gelangte das Bild in den Cäsartempel von Rom.

Häufige Erwähnung findet auch die Darstellung Alexanders d. Gr. mit einem Blitz. Das bekannteste Werk des Malers war "Die Verleumdung". Beschrieben wird dieses Gemälde von Lukian im 2. Jahrhundert nach Christi wie folgt: "Auf einen Mann mit langen * Midas-Ohren, dem Unwissenheit und Argwohn zur Seite stehen, schreitet erhitzt und aufgeregt, mit einer Fackel in der Linken, die wunderschön gestaltete Verleumdung zu, indem sie einen Jüngling, der die Hände, seine Unschuld beteuernd, gegen Himmel streckt, an den Haaren hinter sich herschleift. Der Neid, ein hässlicher, gelber, abgemagerter Mann mit stechendem Blick, führt sie; zwei Frauen, Tücke und Betrug, geleiten sie und putzen sie noch auf. Trauernd folgt, in schwarzem zerrissenem Kleid, die Reue, die sich umwendet und weinend und beschämt auf die nahende Wahrheit blickt." Die Beschreibung dieses Bildes diente vielen Künstlern (u. a. Botticelli) als Thema für Neuschöpfungen und Rekonstruktionen. 

J. OVERBECK, Die antiken Schriftquellen zur Geschichte der Bildenden Künste bei den Griechen, Leipzig 1868; W. LEPIK-KOPACZYNSKA, Apelles - der berühmteste Maler der Antike, Berlin 1962.


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