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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Kusstafel , auch Pax, Paxtafel oder Pacificale genannt (seltener Lapis pacis oder Osculatorium), von lateinisch pax, "Frieden",

Bezeichnung für kleine Täfelchen aus Metall (vergoldeter Bronze oder Silber), Holz oder Elfenbein, die meist mit Darstellungen aus der Heilsgeschichte geschmückt sind. Sie wurden auf der Rückseite an einem ringförmigen Griff gehalten, wenn römisch-katholische Priester den vor der Kommunion üblichen liturgischen Friedenskuss, statt der im Frühchristentum üblichen Umarmung, über die Kusstafel an die Gläubigen weitergaben. Die Sitte, das Pacificale meist ausgewählten Gläubigen zum Kuss zu reichen, setzte sich seit dem 13. Jh. durch und war bis zum 18. Jh. üblich. Bei besonderen Anlässen war der Friedenskuss mit der Gewährung der Sündenvergebung (* Ablass) verbunden. Dieser Gedanke geht auf die Frühzeit der Kusstafel zurück, als sie noch als * Reliquienbehälter ausgeführt waren, deren Berührung als heilbringend galt.

J. BRAUN, Das christliche Altargerät, München 1932.


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