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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Kyklop (lateinisch Cyclop, deutsch Zyklop), griechisch, "Rundauge", Gestalt der griechischen Mythologie mit nur einem Auge auf der Stirn.

Es wird heute angenommen, dass es archaische Bronzeschmiede gab, die sich zu Ehren der Sonne ein Sonnensymbol auf die Stirn malten und als Vorbilder für die Kyklopen dienten. Die griechische Schöpfungsgeschichte berichtet, dass * Gäa, die Urmutter Erde, am Anfang drei hundertarmige Riesen gebar. Nach Hesiod brachte sie danach die wilden Kyklopen Brontes (Donner), Steropes (Blitz) und Arges (Glanz) zur Welt. Sie sollen Mauern aus riesigen Steinblöcken errichtet haben. (Noch heute werden Mauern, die ohne Verwendung von Mörtel aus großen Steinquadern zusammengefügt sind, als Kyklopenmauern bezeichnet.)

Aus Rache dafür, dass * Zeus seinen Sohn * Asklepios mit einem Blitz erschlagen hatte, tötete * Apollon die Kyklopen und verbannte ihre Geister in die Höhlen des Vulkans Ätna, wo sie * Hephaistos, dem Gott des Feuers und der Schmiedekunst, als Gehilfen dienten. Sie schmiedeten u. a. die Donnerkeile bzw. Blitze des Gottes Zeus. Der bekannteste Kyklop ist der in der homerischen * Odyssee vorkommende * Polyphem.


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