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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Kyma , Kymation, das (lateinisch Cyma), griechisch, "Welle", "Woge",

Bezeichnung für eine waagrecht verlaufende architektonische Zierleiste von doppelt geschwungenem Querschnitt, z. B. am Gesims griechischer Tempel.
Es gibt zwei Hauptformen des Kyma:

1. das im Oberteil wulstig * konvex ausgebildete und nach unten zu * konkav verlaufende Kyma (* Cyma reversa, man spricht bei dieser Form auch von einem stehenden * Karnies), und
2. das genau umgekehrt geschwungene Kyma, d. h. es beginnt am Oberteil * konkav und setzt sich nach unten zu konvex geschwungen fort (* Cyma recta, ein anderer Ausdruck für diese Form ist fallendes Karnies).

Auch als * Eierstab ausgebildete oder mit Blattornamentik verzierte Profilleisten heißen Kyma Das so genannte lesbische Kyma, auch Herzlaub oder lesbischer Blattstab genannt, wird beispielsweise aus herzförmigen Blättern gebildet.

C. WEICKERT, Das lesbische Kyma, München 1913; W. B. DINSMOOR, The Architecture of Ancient Greece, London 1950; G. GRUBEN, Die Tempel der Griechen, München 1986.


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