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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Lackkunst , Lack von altindisch lakshma, "Lack", über persisch lak und arab lakk in die europäischen Sprachen übernommen; volksetymologisch von lateinisch lac, "Milch", "Milchsaft von Pflanzen",

Bezeichnung für das Überziehen von Gegenständen mit farbigen firnisartigen Stoffen, die nach dem Trocknen besonders hart werden. Poliert sind sie stark glänzend und dienen als Schutz und Dekor. Die Lackkunst ist eine chinesische Erfindung der späten Shang-Zeit (1766-1122 v. Chr.). Ursprünglich gewann man den Grundstoff für die Lacke aus dem Lackbaum (Rhus vernifera). Die zunächst fast ausschließlich schwarzen Lacke wurden später durch rote und andersfarbige Lacke ergänzt. Als Dekor wird die Lackfläche bemalt oder auch mit * Einlagen aus * Elfenbein, * Perlmutter, (Edel)-Metall oder * Schmucksteinen versehen (* Shibayama). Schöne Effekte entstehen weiters durch Bestreuen der noch nicht festen Lackschicht mit Goldpulver.

Beliebt war früher auch das schichtweise Auftragen verschiedenfarbiger Lackschichten, in die ein Dekor eingeschnitten wurde, wobei ähnlich wie beim * Sgraffito die unteren Schichten zum Vorschein kamen. Die aus China übernommene Lackkunst erlangte ihre höchste Vollendung in Japanischen Lackarbeiten von hoher Qualität entstanden aber auch in Indien, Persien, Russland, Frankreich (* Vernis Martin) und im 19. Jh. in Deutschland (* Stobwasserdosen). Vgl. * Aogai, * Kamakura-Bori, * Koromandel, * Mokume, * Raden, * Schleiflack.

K. STEPHAN, Die Lackierkunst d. Völker in der Vergangenheit u. Gegenwart, München 1927; P. BAUR, Die Kunst d. Lackmachens in der Literatur des 18. Jh., in: Farbe u. Lacke 1, 1967; K. J. BRANDT, Chinesische Lackarbeiten, Kat., Stuttgart 1988; D. RICHTER, Lackdosen, Kat., München 1988; LEE KING TSI, HU SHIH CHANG, Drache u. Phoenix. Lackarbeiten aus China. Sammlung der Familie Lee, Tokio, Kat., Köln 1990.


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