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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Lambrequin , von niederländisch lamper, "Schleier", in die französische Sprache übernommene Bezeichnung für:

1) für eine quer verlaufende * Draperie. Das untere Ende eines Lambrequin besteht aus gewellten oder sich wiederholenden zackenförmigen Konturen und weist oft eine Quastenverzierung auf. Der deutsche Name "Querbehang" ist in der Kunst kaum gebräuchlich. Lambrequins werden heute z. B. noch als Abdeckung von Vorhang-Karniesen sowie als Abschluss von Marquisen verwendet. Früher wurden reich mit Zierschnüren und * Quasten versehene Lambrequin u. a. bei * Baldachinen, * Himmelbetten, Möbelbezügen und * Thronen verwendet. Im Barock fand die Zierform Eingang in das Kunstgewerbe sowie in die Architektur und wurde auch in * Fayence, * Porzellan, Metall, Stein und * Stuck ausgeführt.

2) In der * Heraldik früher gebräuchlicher Terminus für * Helmdecke.

3) Unterhalb mancher * Kürasse herabhängender Streifen aus festem Gewebe oder Leder.


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