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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Lamia

1) weiblicher Dämon der griechischen und später auch der römischen Mythologie. Von * Hera wegen ihres Ehebruchs mit * Zeus verwünscht, verschlang Lamia die von * Zeus gezeugten Nachkommen mit Ausnahme der schönen * Nymphe * Skylla, die später von * Kirke in ein Seeungeheuer verwandelt wurde. Lamia selbst wurde gleichfalls zu einem Monster, der Sage nach mit Schlangenleib und Frauenkopf. Anderen Quellen zufolge raubte Hera die Kinder der Ehebrecherin, und diese wurde aus Schmerz darüber hässlich und entstellt. Wie es heißt, raubt Lamia nun ihrerseits Kinder, um sie zu töten, und lockt vor allem Jünglinge an, um deren Blut auszusaugen. Im Mittelalter wurde der Lamia in Gleichsetzung mit den * Empusen nachgesagt, sie könne sich jederzeit verwandeln, suche nächtens in verführerischer Frauengestalt Jünglinge auf und schwäche sie. Sexuelle Träume junger Männer führte man auf diese Dämonen zurück.

2) Stadt in Mittelgriechenland.


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