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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Landsknechtmotiv , Bezeichnung für im 16. Jh. und im Historismus beliebte Darstellungen von in malerischer Gewandung zu Fuß als Söldner kämpfenden Kriegsknechten.

Die Blütezeit der Landsknechte reichte vom Ende 15. Jh. bis Ende 16. Jh. Das erste Landsknechtheer stellte Kaiser Miximilian auf. Die Söldner wurden von Hauptleuten angeworben, die ihrerseits einem Feldhauptmann unterstanden. Da sie alle aus "deutschen Landen" stammten, bürgerte sich schon bald der Name Landsknecht ein. Obwohl die Soldaten für Bekleidung und Bewaffnung selbst aufkommen mussten, boten die ein Regiment bildenden "Fähnlein" (300-500 Mann) ein malerisches, aber ziemlich einheitliches Bild, da sie sich dem Zeitgeschmack entsprechend gleichförmig kleideten.

Auffallend an der Gewandung der Landsknechte sind vor allem an den Armen und den Oberschenkeln die vielen mit buntem Stoff unternähten Schlitze. Kennzeichnend für die Kleidung war die * Heerpauke und die Ausbildung der Braguette (* Schamkapsel). Es gab Landsknechthaufen, die mit * Katzbalgern, und solche, die mit * Bihändern oder * Stangenwaffen (* Hellebarden) ausgerüstet waren. Da im Dreißigjährigen Krieg die Kriegsknechte nicht nur aus deutschen Landen stammten verlor sich im 17. Jh. der Ausdruck Landsknechte. Für Landsknechtmotive war u. a. Jost * Amman bekannt.


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