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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Lebensbaum , immergrüne Pflanze, als solche (wie auch der Efeu) Symbol des Lebens und Inbegriff der lebensspendenden Kraft.

Der Lebensbaum wird in der Kunst oft mit der lateinischen Bezeichnung arbor vitae, "Baum des Lebens", benannt. Das Sujet des Lebensbaumes war schon im Altertum gebräuchlich, bespielsweise zählte es in Form à jour ausgeführter Reliefs zu den Standardmotiven syrischer und phönikischer Elfenbeinschnitzer. Der Lebensbaum steht dabei im Zentrum der Darstellung, flankiert von zwei Priestern oder Tieren. Man glaubte, dass der Genuss seiner Früchte Unsterblichkeit verleihe. Auch später taucht der Lebensbaum in Literatur und Kunst immer wieder auf. So wird im * Gilgamesch-Epos der Verlust einer Lebenspflanze beklagt.

Der biblischen Überlieferung nach wuchs der Lebensbaum unmittelbar neben dem Baum der Erkenntnis im Zentrum des Gartens Eden. Traditionellerweise wird Maria deshalb im Barock oft mit dem Lebensbaum dargestellt und als * Pendantfigur Eva, mit dem Baum der Erkenntnis. * Apokryphe Schriften bringen den Lebensbaum mit dem * Kreuzesholz in Verbindung. Er symbolisiert dabei Erlösung und ewiges Leben in der Überwindung des Todes durch den Kreuzestod Christi (* Kreuz: Baumkreuz). Der Lebensbaum zählt zu den besonders beliebten Motiven der christlichen Volkskunst.

R. BAUERREIS, Arbor vitae. Der Lebensbaum und seine Verwendung in Liturgie, Kunst und Brauchtum des Abendlandes, München 1938; E. O. JAMES, The Tree of Life, Leiden 1966; R. COOK, The Tree of Life, Symbol of the Centre, London 1974; M. LURKER, Der Baum in Glauben und Kunst unter besonderer Berücksichtigung der Werke des Hieronymus Bosch, Baden-Baden 1976; J. SUDBRACK, Baum des Lebens, Baum des Kreuzes, Würzburg 1984; G. HÖHLER, Die Bäume des Lebens. Baumsymbole in den Kulturen der Menschheit, München 1988; P. WERNER, Zur kulturgeschichtlichen Rolle des Baumes im sakralen Ambiente, in: Volkskunst 11, 1988; O. MAZAL, Der Baum, Symbol des Lebens in der Buchmalerei, Graz 1989.


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