Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »

Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Nutzen Sie die Funktion der VOLLTEXTSUCHE, indem Sie Worte oder Wortteile in das Suchfeld eingeben. Das Kunstlexikon beschreibt ca. 10.000 Begriffe, hat 5,5 Mio Zeichen ( Druckausgabe: 1663 Seiten). Die Begriffe verweisen insgesamt auf ca. 35.000 Quellen.  
 Volltextsuche: nur in der Begriffsliste suchen

Liturgische Farben , Kirchenfarben, die innerhalb des Kirchenjahres und bei entsprechenden Anlässen (Hochzeit, Begräbnis) wechselnden Farben der * Paramente, zu denen die Obergewandung der Priester zählt (* Kasel, * Chormantel, * Manipel etc.).

Die seit der Karolingerzeit üblichen Liturgischen Farben wurden 1570 unter Papst Pius V. im * Missale bindend festgelegt. Der um 1200 von Papst Innozenz III. verfasste * Traktat "De sacro altaris mysterio libri sex" gibt Auskunft über die im Mittelalter gebräuchlichen Liturgischen Farben. Seit dem 2. Vatikanischen Konzil können die Farben dem Farbempfinden anderer Kulturkreise angepasst werden. In unserem Raum ist Weiß als Lichtfarbe bei Festen zu Ehren Christi und * Marias (Weihnachten, Epiphanias, Ostern und * Himmelfahrt) üblich.

Schwarz war früher als Farbe der Trauer am Karfreitag und bei Totenmessen üblich. Heute wird am Karfreitag Rot verwendet und bei Messen für Verstorbene wahlweise Schwarz oder Violett. Rot, die Farbe des Blutes und des Feuers, aber auch der siegreichen Kirche, wird bei Märtyrerfesten, am Karfreitag und zu * Pfingsten getragen, Rosenrot in Domkirchen auch am 3. Adventsonntag und 3. Fastensonntag. Violett ist das Zeichen der Halbtrauer und der Buße. Dementsprechend werden im Advent und in der Fastenzeit vor dem Osterfest violette Messgewänder angelegt. Blau ist die Farbe für Marienfeste. Als Farbe der Hoffnung ist Grün an allen Sonntagen gebräuchlich, an denen keine andere Farbe vorgeschrieben ist. Die Farbe Gelb schied bereits im Spätmiitelalter aus (s. * Symbole). In der Ostkirche werden die Liturgische Farben nicht verwendet.

Th. SCHNITZLER, Von Gesch. u. Sinn der liturg. Gewandung u. Färbung, in: Das Münster 32, 1979; H. RENNINGS, Liturg. Kleidung im Wandel, in: Gottesdienst 13, 1979; R. BERGER, Liturg. Gewänder und Insignien, Gottesdienst der Kirche, in: Handb. der Liturgiewissenschaft 3, Regensburg 1987; I. RIEDEL, Farben in Religion, Gesellschaft, Kunst und Psychotherapie, Stuttgart 1989.


<< Liturgisch Liturgische Schaugefäße >>


Vertiefen Sie Ihr Wissen über Kunst!
Testen Sie unseren Gratisservice Kunstbegriff des Tages. Auf Wunsch erhalten Sie täglich oder wöchentlich per E-Mail einen Begriff aus dem Kunstlexikon geschickt.
Mehr Informationen »

Das Kunstlexikon für das iPhone!
Sie können das Kunstlexikon auch in einer für das iPhone optimierten Version ansehen. Klicken Sie einfach auf den nachfolgenden Link.
Jetzt öffnen »

Schmuckwissen>>


Aktuelle Objekte:

Thomas Helbig >

Rud. Koppitz. >



Aktuelle Objekte:

Grossartige ... >

Anhänger - L... >