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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Apotheose , griechisch, "Vergötterung", "Aufnahme unter die Götter", (lateinisch consecratio).

Bezeichnung für die Verherrlichung, d. h. die Gleichsetzung eines lebenden oder bereits toten Menschen mit den Göttern. Assyrische und persische Herrscher sowie die Pharaonen waren die ersten, die als Götter bzw. Inkarnation von Göttern galten und denen damit überweltliche Macht zugebilligt wurde. Besonders beliebt waren Apotheose dann im Hellenismus, und auch die römischen Kaiser ließen sich als Götter verehren.

Die künstlerische Darstellung der Apotheose gab es aber schon in der Antike nicht nur von Herrschern, sondern auch von Privatpersonen, wie z. B. die vom Bildhauer Archelaos von Priene stammende Apotheose des griechischen Dichters Homer, die im 17. Jh. an der Via Appia entdeckt wurde und die sich heute im British Museum in London befindet. Erhalten sind ferner die in Rom im Konservatorenpalast aufbewahrte Apotheose Sabinas, der Gemahlin Kaiser Hadrians, die von einem * Genius in den Himmel entrückt wird, sowie die im Vatikan am Sockel der Triumphsäule des Antonius Pius als Relief dargestellte Apotheose des Antonius und der Faustina (160-170 n. Chr.).

Eine Wiedergeburt erlebte die Apotheose im Barock durch den "Sonnenkönig" Ludwig XIV., der sich gern als * Jupiter feiern ließ. Von den Herrscher-Apotheose sind weiters die von Napoleon und im Historismus von Alexander d. Gr. am verbreitetsten. Im Historismus waren auch Apotheose von Schauspielern und anderen bekannten Persönlichkeiten gebräuchlich, die sich in verherrlichter Form gleich einer Gottheit der Antike darstellen ließen.

O. v. SIMSON, Zur Genealogie der weltlichen A. im Barock, Straßburg 1936; M. SCHLÜTER, Studien zum Archelaosrelief: Späthellenistische Musengruppen, Diss. Bonn 1945; D. PINKWART, Das Relief des Archelaos von Priene, in: Antike Plastik IV, Berlin 1965; H. WREDE, Consecratio in formam deorum. Vergöttlichte Privatpersonen in der röm. Kaiserzeit, Mainz 1981.


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