Lochpause , schon im Altertum bekanntes Verfahren der Übertragung einer Zeichnung.
Die Umrisse der Darstellung werden durchstochen oder mittels eines gezahnten Pausrädchens durchlocht. Anschließend legt man das Blatt auf den Bildträger und stäubt mit dem * Pausbeutel darüber, wobei das Pulver durch die Stichlöcher dringt und sich darunter punktförmig ablagert. Der Beutel kann mit Farbpulver, Papierasche oder zerstoßener Holzkohle gefüllt sein. Mit dem Verfahren wurde früher u. a. bei * Wandgemälden die Darstellung vom * Karton auf die Wand übertragen. Auch bei * Nadelstichbildern und bei der Bemalung von Keramiken bzw. bei Vorzeichnungen dafür wurde früher die Lochpause angewendet.
M. MIELDS, R. LAUSCHKE, Praxis der Porzellanmalerei, Leipzig 1965.
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