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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Luntenschloss , seit 1410/20 gebräuchlicher Schlossmechanismus der ersten * Vorderlader, der im wesentlichen so funktioniert, dass eine glosende Lunte bei Betätigung des noch nicht hahnförmig ausgebildeten Abzugshebels an die mit * Zündkraut gefüllten Pfanne herangeführt wird, das sich entzündet und, durch eine Bohrung mit der im Lauf befindlichen Pulverladung verbunden, auch diese entzündet und damit die Kugel aus dem Lauf treibt.
Vom Luntenschloss leitet sich der Ausdruck "Lunte riechen" ab. Das Wild konnte bei günstigem Wind die glosende Lunte auf weite Distanz wahrnehmen und flüchten. Das Luntenschloss wurde vom System des * Radschlosses abgelöst. Während die Nobilität auf der Jagd bereits seit 1515/17 Radschlossbüchsen verwendeten, war das * Luntenschlossgewehr beim Militär noch lange in Gebrauch.
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