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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Mäander , Ornamentform mit zahlreichen Abwandlungen. Der klassische Mäander ist ein Zierband aus einer fortlaufenden Folge rechtwinkelig gebrochener Linien. Der Name leitet sich von dem viele Knicke und Windungen aufweisenden Lauf des kleinasiatischen Flusses Maiandros (heute: Menderes) ab, dessen Name schon in der Antike als Synonym für "Krümmung" galt.

Eine andere Bezeichnung für die Zierform ist "Winkelband". Neben den streng rechtwinkeligen, ornamentalen Mustern gibt es auch rundliche Formen, wie den * Laufenden Hund, der auch * Spiral- oder * Volutenmäander genannt wird. Rechtwinkelig ausgeführte Mäander waren schon in prähistorischer Zeit gebräuchlich. Als ältester erhaltener Mäander gilt die Verzierung auf einem Elfenbeinarmband aus der jungpaläolithischen Siedlung Mezin südlich von Novgorod-Severskij (Ukraine). Frühe Mäander stammen aus der * geometrischen Periode Griechenlands.

Auch der Saum der * Chemise-Kleider im * Empire wies, in Rückbesinnung auf den Mäander-Dekor der Antike, oft ein rechtwinkelig gebrochenes Zierband auf. Da Mäanderformen besonders aus Griechenland bekannt sind, heißt das Motiv französisch auch "à la grecque". In abgerundeter Form findet sich der Mäander vor allem auf Gegenständen des alt-amerikanischen Kulturkreises. Der Mäander ist ein gutes Beispiel für einen "unendlichen Rapport" (* Rapport).

O. KUNKEL, Der Mäander in den vor- und frühgeschichtlichen Kulturen Europas, Marburg/Lahn 1925; K. HECHT, Der so genannte perspektivische Mäander, Diss. Stuttgart 1946; N. HIMMELMANN, Der Mäander auf geometrischen Gefäßen, in: Marburger Winckelmannprogramm 1962.


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