Maigelein , von althochdeutsch Magel, "Mädchen", oder mittelhochdeutsch Miol, "Becher",
Bezeichnung für ein schalen- oder napfförmiges Hohlglas des 15./16. Jh. mit kegelförmig eingestochenem Boden. Die gebauchte Wandung ist meist mit (leicht geschwungenen) Rippen, Kreuzrippen, Quadern, Rillen, Dellen oder Korbmusterung verziert und wurde vornehmlich von rheinischen Glasbläsern unter Zuhilfenahme hölzerner Hohlformen hergestellt. Später trugen auch Glasbecher mit netzförmigem oder Nuppendekor sowie Silberbecher in Deutschland den Namen Maigelein.
R. SCHMIDT, Das Glas, Berlin, Leipzig 1922; F. RADEMACHER, Die deutschen Gläser des Mittelalters, Berlin 1933.
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