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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Aquarell , von lat. aqua, "Wasser".

Bezeichnung für ein in  * lasierendem Farbauftrag mit transparenten, d. h. nicht deckenden * Wasserfarben gemaltes Bild. Den Gegensatz bildet die * Gouachemalerei mit deckenden Wasserfarben. Die aus feinkörnigem Pulver bestehenden Farbmittel sind an Bindemittel (Gummiarabikum, Tragant, Eiweiß usw.) gebunden und werden mit Wasser auf den hellen Malgrund aufgetragen. Durch das rasche Auftrocknen sind Korrekturen kaum möglich. Die Aquarell wurde bereits in der altägyptischen Kunst zur Bemalung der * Totenbücher verwendet und war bis zur Erfindung der * Tempera- und * Ölfarbentechnik vorherrschend. Im Gegensatz zu den Ölfarben ist der Unterschied zwischen den feucht aufgetragenen und den getrockneten Farben groß, Farbintensität und Leuchtkraft sind in trockenem Zustand wesentlich geringer.     

L. BRIEGER, Das A., seine Gesch. und seine Meister, Berlin 1923; F. NOCKHER, A.malerei, Ravensburg 1958; Dt. A. von der Romantik bis zur Gegenwart, Kat. Kiel 1960; A. T. E. GARDNER, History of water color painting in America, New York 1966; M. HARDIE, Water-colour-Painting in Britain, 3 Bde., London 1966-68; Das A. 1400-1950, Kat. München 1973; J. PIKE, Malen mit Wasserfarben, Bonn 1981; W. KOSCHATZKY, Die Kunst des A.: Technik, Gesch., Meisterwerke, Salzburg 1982.


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