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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Mänade , von griechisch mainade, "die Rasende".

Mänaden sind meist in Verbindung mit dem Gefolge des Vegetationsgottes * Dionysos wiedergegeben. Sie tragen entweder langwallende Gewänder, oder sie sind mit Reh- oder Pantherfellen spärlich bekleidet dargestellt. Ihr Haar ist mit Wein- oder Efeulaub bekränzt, und in Händen halten sie oft einen * Thyrsosstab.

Durch berauschende Getränke und Tänze sollen sich die Mänaden in Ekstase versetzt und dabei Opfertiere mit bloßen Händen zerrissen haben. Auch Männer, die an speziellen Kultfesten nicht teilnehmen durften, dies aber heimlich doch taten, sollen von ihnen auf diese Weise getötet worden sein. Die Mänaden wurden später mit den * Bacchantinnen gleichgesetzt, den Begleiterinnen des römischen Gottes * Bacchus.

Dionysosmythos, Religion, Rausch, Raserei, Kat., Berlin 1974; I. LINDNER, Die rasenden M. Zur Mythologie weibl. Unterwerfungsmacht, in: Frauen. Bilder. Männer. Mythen, (Hg. I. Barta u. a.), Berlin 1987.


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