Männerseite . Vom Mittelalter bis zum 20. Jh. waren die Gläubigen während des Gottesdienstes im Hauptschiff christlicher Kirchen im Allgemeinen nach Geschlechtern getrennt.
Die Männerseite war die in Blickrichtung Altar rechte Kirchenseite, also gewöhnlich die Südseite, während die Frauen die linke Seite einnahmen. Die Männerseite wird auch * Epistelseite genannt, die gegenüberliegende Frauenseite dagegen * Evangelienseite. Nicht von der Regelung betroffen waren spezielle Kirchensitze, die bevorrechtete Bürger oder Adelige innehatten.
R. WEX, Ordnung u. Unfriede. Raumproblem des protestantischen Kirchenbaus im 17. u. 18. Jh., Diss. Marburg/Lahn 1981, Braunschweig 1984; F. MÖBIUS, H. SCIURIE, Symbolwerte mittelalterlicher Kunst, Leipzig 1984.
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