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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Arabeske , franz. arabesque, ein in Anlehnung an die * Maureske entstandener europäischer Dekor.

Er besteht aus phantasievoll gestalteten, sich gabelnden Pflanzenranken, Blüten und Blättern, die oft symmetrisch angeordnet sind. Es gibt friesförmige und flächige Ausführungen. Die Zierate waren besonders in der Renaissance beliebt, wurden im 16. Jh. meist mit dem franz. Ausdruck "arabesques" bezeichnet und später eingedeutscht. Eine Sonderform der Arabeske ist die vor allem in der Renaissance und im Historismus übliche Kombination mit der * Groteske. Die für die Arabeske als Vorbild dienenden Moresken oder * Mauresken entstanden durch das Verbot des Korans, lebende Wesen darzustellen. Islamische Künstler spezialisierten sich deshalb auf die Wiedergabe von stilisierten Laubgebinden und kalligraphisch geschriebenen Koransprüchen als Dekor. Zum Unterschied von der Arabeske sind bei der Maureske die Blattranken in der Regel weniger naturalistisch ausgebildet, sondern stilisiert wiedergegeben. Anders als bei der Arabeske sind bei der Maureske auch islamische Schriftzeichen als Zierform eingebunden.

E. KÜHNEL, Die A. Sinn und Wandlung eines Ornaments, Graz 1977; H. GEMMINGEN (Hg.), Ornamente aus drei Jt., Bd. 1, Tübingen 1978.


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