Marienkrönung . Die Krönung * Marias zur Himmelskönigin wird in Marienzyklen gewöhnlich im Anschluss an die Himmelfahrt Marias (* Assumptio) dargestellt.
Auf mittelalterlichen * Tafelbildern des späten 12. Jh. sitzt Maria meist neben Jesus, der die Krönung vornimmt. Seit dem 14. Jh. sind Darstellungen bekannt, auf denen Maria vor Jesus kniet, der ihr die Krone auf das Haupt setzt. Auf anderen Bildern wird Maria von Gottvater gekrönt. In späterer Zeit ist oft die Hl. * Dreifaltigkeit bei der Marienkrönung wiedergegeben. Die Krönung durch Jesus während der Himmelfahrt Marias im Beisein zahlreicher Engel war ein beliebtes Motiv der Barockmaler.
Die Marienkrönung diente aber auch Bildhauern als Thema. Bekannt ist beispielsweise eine um 1260 entstandene vollrunde Elfenbeingruppe im Musée du Louvre in Paris. Das Motiv der Marienkrönung basiert auf der Exegese des * Hohenlieds und auf mittelalterliche Dichtungen. In der byzantinischen Kunst ist das Sujet der Mareinkrönung nicht vertreten.
G. ZARNECKI, The Coronation of the Virgin on a Capital from Reading Abbey, in: Journal of the Warburg and Courtauld Institute 13, London 1959; D. DENNY, The Trinity in Enguerrand Quarton's Coronation of the Virgin, in: The Art Bull. 45, 1963, S. 48-52; H. W. VAN OS, Krönung Mariens, in: Lex. der christl. Ikonographie 2, 1970, Sp. 671-676; Ph. VERDIER, Le Couronnement de la Vierge ..., Montreal 1980.
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