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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Mariensymbole , marianische Symbole, mariologische Symbole, Bezeichnung für sinnbildhafte Darstellungen, die auf die Gottesmutter * Maria und ihre Jungfräulichkeit Bezug nehmen.

Der Wiener Dominikaner und Prof. der Theologie, Franz von Retz (1343-1424), behandelte das Thema eingehend in seiner * typologischen Schrift über die unverletzte Jungfräulichkeit der glücklichen Maria (Defensorium inviolatae virginitatis beatae Mariae). Manche Mariensymbole sind ohne genaueres Wissen gar nicht als solche erkennbar.
Gebräuchliche Mariensymbole sind:

1. Der brennende Dornbusch, aus dem * Moses von Gott den Befehl erhielt, die Israeliten aus Ägypten zu führen. Er wird seit dem 13. Jh. typologisch mit der * Verkündigung an Maria in Zusammenhang gebracht. Die Erklärung dafür ist: Obwohl der Dornbusch brannte, verbrannte er nicht, und obwohl Maria Mutter wurde, blieb sie Jungfrau. Der brennende Dornbuch ist ein bekannter Bildtypus der Ikonenmalerei.

2. Der grünende Stab * Aarons wird als Symbol für die unbefleckte Empfängnis Marias angesehen (* Immaculata).

3. Die * Sibylle von Tibur gilt gleichfalls als Sinnbild für die unbefleckte Empfängnis. Sie wird fast immer gemeinsam mit Kaiser Augustus dargestellt. Einer Legende zufolge hatte die Sibylle dem Kaiser am Tag der Geburt Christi in einer Vision Maria mit dem * Jesuskind gezeigt.

4. Die Braut des * Hohenlieds wird gleichgesetzt mit der Darstellung * Marias im Rosengarten.

5. Der * Elfenbeinturm, als Verkörperung für Abgeschiedenheit, Reinheit und Keuschheit, galt ebenfalls als Sinnbild für die Jungfräulichkeit Marias.

Einfache Symbole, die früher anstelle der Gottesmutter wiedergegeben wurden, waren u. a. ein Brunnen, als Quell des Lebens, Sonne, Mond und Sterne und verschiedene Blumen: Akelei, Iris, Lilie, Maiglöckchen, Rose und Veilchen usw. Aber auch Tiere können in der Symbolsprache Maria vertreten, etwa der * Pelikan, der Vogel Strauß, dessen Eier die Sonne ausbrütet, und die Fabeltiere * Einhorn und * Phönix.

A. SALZER, Die Sinnbilder und Beiworte Mariens in der dt. Lit. und lat. Hymnenpoesie des MA, Linz 1893, Nachdr. Darmstadt 1967; Ph. H. HALM, Zur marian. Symbolik des späten MA, in: Zeitschr. für christl. Kunst 17, 1904; E. M. VETTER, Mariolog. Tafelbilder des 15. Jh. und das Defensorium des F. v. Retz, Diss. Heidelberg 1954; L. BEHLING, Die Pflanze in der mittelalterl. Tafelmalerei, Weimar 1957; E. GULDAN, Eva und Maria. Eine Antithese als Bildmotiv, Graz, Köln 1966.


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