Marmor , von griechisch marmaros, "(Marmor)stein", kristallinisch körniges, gut polierbares Kalkgestein.
Seine Farben reichen von reinem Weiß, z. B. bei dem aus der norditalienischen Stadt Carrara stammenden Marmor, über Beige sowie Marmor mit vorwiegend grünen oder roten Äderungen bis zu Schwarz. Die schwarze Varietät trug früher den Namen Nero antico. Marmor wurde bevorzugt in der Bau- und Bildhauerkunst des * klassischen Altertums verwendet. In der Antike besonders geschätzt war der Marmor aus der "Nymphengrotte" am Berg Marpessa auf der Insel Paros. Das dort gewonnene schneeweiße, bis ca. 3,5 cm lichtdurchlässige Gestein wurde griechisch Lychnites lithos, "leuchtender Stein", genannt. Während man im Mittelalter weniger Marmor verarbeitete, erfreute er sich in Renaissance und Klassizismus wieder großer Beliebtheit.
A. HERBECK, Der Marmor - Entstehung, Arten, Gewinnung, Vorkommen, München 1953; M. H. GRANT, The Marbles and Granites of the World, London 1955; L. MANNONI, M. Material und Kultur, München 1980; W. KÖHLER, Untersuchungen zu Schadensursachen an Marmorskulpturen, in: Neue Museumskunde 24, Berlin 1981; K. STROMBERG, Die Vielfalt des glänzenden Steins. Zur Kulturgeschichte des Marmors, in: Kunst & Antiquitäten 5, München 1982.
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