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Marterl , von griechisch martyros, "(Blut-)Zeuge", Sonderform der vor allem im 18./19. Jh. im deutschsprachigen Raum beliebten * Bildstöcke. Zum Unterschied zu den üblichen Betsäulen sind die so genannten Marterl im allgemeinen mit einer Inschrift versehen, die auf einen Unglücksfall hinweist, bei dem ein Mensch den Tod fand. Sie üben dadurch auch eine gewisse * Epitaph-Funktion aus.
H. SCHMETZER, Vom Steinkreuz zum Marterl, in: Bayer. Hefte für Volkskunde I, 1914; A. BÖHAIMB, Marterl aus dem 16. Jh., in: Volk und Heimat 10, 1934; J. DÜNNINGER, B. SCHEMMEL, Bildstöcke und M. in Franken, Würzburg 1970; R. GRAF, W. SCHREIBER, M., Kreuzstein, Steinkreuz, in: Heimatkundl. Jahrb. des Landkreises Kronach 1, Kronach 1974; K. WIENINGER, O Mensch bedenk die Ewigkeit. Bildstöcke, M., Votivbilder, Grabinschriften und Haustafeln in S-Tirol, Bozen 1976.
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