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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Arche Noah , von lateinisch arca, "Kasten", "Schrein", Name des kastenförmigen Hausboots, das Noah auf Weisung Gottes baute und in dem er und die seinen die vierzigtägige Sintflut überlebten.

In der * Genesis heißt es: "Mache dir eine Arche Noah aus Nadelholz mit Schilfrohr dazwischen und verdichte sie von innen und außen mit Pech. Also sollst du sie herstellen 300 * Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch. Ein Giebeldach sollst du an der Arche Noah anbringen und sie dadurch um eine Elle höher machen; die Tür der Arche Noah sollst du an ihrer Seite anbringen; ein unteres ein mittleres und ein oberes Stockwerk sollst du bauen. Ich lasse nämlich eine Wasserflut über die Erde kommen, damit sie unter dem Himmel alle Wesen, in denen Lebensodem ist, vertilge; alles auf Erden soll umkommen. Meinen Bund aber will ich mit dir schließen; gehe also in die Arche Noah hinein, du und deine Söhne, deine Frau und die Frauen deiner Söhne mit dir! Von allen lebendigen Wesen aber nimm je zwei mit in die Arche Noah hinein, um sie mit dir am Leben zu erhalten, ein Männchen und ein Weibchen! (* Genesis, 6, 13 ff.)

Es wird heute als gesichert angesehen, dass die Arche Noah auf dem höchsten Berg der Türkei, dem 5165 m hohen Ararat, strandete. In einem kleinen Dorf am Fuße des Berges weiß man bereits seit langer Zeit, dass auf einem Höhenrücken des Ararat ein riesiges Schiffswrack liegt. Es soll von einem Hirten gefunden worden sein. Seit mehr als 200 Jahren begeben sich Forscher in die Eisregion, um die Überreste zu begutachten. Die erste bekannte gezielte Expedition wurde 1856 von drei englischen Wissenschaftern unternommen. Im 1. Weltkrieg informierte der russische Pilot Wladimir Roskowitzky sein Oberkommando, dass er beim Überfliegen des Ararat ein riesiges aus dem Gletscher herausragendes Schiffswrack gesichtet habe. Zar Nikolaus II. entsendete daraufhin eine unter militärischem Schutz stehende Expertengruppe, deren Aufzeichnungen später auf ungeklärte Weise verschwanden. Veröffentlicht wurden hingegen die Untersuchungsergebnisse von Holzproben, die der Franzose Ferdinand Navarra 1955 von seiner Reise mitgebracht hatte. Demnach soll das Schiff um 3000 v. Chr. auf dem Bergmassiv des Ararat gestrandet sein.

Die Arche Noah stellt ein beliebtes Thema der Bildenden Kunst dar. Sie gilt als Symbol für die Kirche, in deren Schoß die Gläubigen Geborgenheit finden. In alten Hochkulturen gibt es etwa 200 Hinweise auf riesige Flutkatastophen. Bekannt sind u. a. die in der griechischen Mythologie überlieferte Erzählung von * Deukalion und der im * Gilgamesch-Epos enthaltene Bericht von einer alles verschlingenden Flut. Vgl. * Sintflut.

E. LESSING, Die A., Zürich 1968. L. RÖHRICH, Noah und die Arche in der Volkskunst, in: Volkskunde. Fakten u. Analysen. Festgabe f. L. Schmidt zum 60. Geburtstag, hg. von K. Beitl, Wien 1972; F. BÖHM, Die Darstellung der A. von der frühchristl. bis zur Neuzeit, Magisterarbeit, Saarbrücken 1979 (Zusammenfassung, in: Das Münster 33, 1980).


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