Maurenkunst , maurischer Stil, Kunst der Mauren, einer arabisch-berberischen Mischbevölkerung Nordwestafrikas, mit teilweise negridem Einschlag.
Der Name Maurenkunst leitet sich von Mauretanien ab, dem Herkunftsland der Herrscher der Almoraviden (1056-1147) und der Almohaden (1130-1269), deren Hofhaltungen die maurische Kunst und Kultur prägten. Früher wurde der Ausdruck Maurenkunst allgemein für die islamische Kunst verwendet sowie für die Kunst in den von den Mauren besetzten Gebieten Spaniens. Vgl. * Mudejarstil. Bei der Maurenkunst besonders aufwendig ausgeführt sind Metallarbeiten, die häufig aus * Damaststahl bestehen und durch schöne * Tauschierungen auffallen.
Zu hoher Blüte gelangte auch die Buchmalerei mit prachtvollen Mauresken. Für den maurischen Baustil kennzeichnend sind die so genannten * Stalaktitengewölbe und bei den Arkaden die Hufeisenbogen oder maurischen Bogen, in der Form eines Dreiviertelkreises. Anstatt gemaltem Dekor finden oft farbige Fliesen Verwendung (* Islamische Kunst, * Maureske).
E. KÜHNEL, Maur. Kunst, Berlin 1924; T. BURCKHARDT, Die maur. Kultur in Spanien, München 1980; B. BRETT, Die Mauren. Islamische Kultur in N-Afrika und Spanien, Freiburg, Basel, Wien 1981; B. BRENTJES, Die Mauren. Der Islam in N-Afrika und Spanien (642-1800), Leipzig 1989; B. BRENTJES, Die Kunst der Mauren, Köln 1992.
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