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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Maureske , Moreske, Morisca, von spanisch morisco, "maurisch",

Bezeichnung für flächendeckende Muster kompliziert verschlungener, sich überschneidender, stark stilisierter Blattranken und Blüten, meist in Verbindung mit * kalligraphisch ausgeführten arabischen Schriftzügen. Für die Maureske sollen hellenistische und römische Pflanzenornamente als Vorbild gedient haben. Vgl. * Groteske. Auch * Hexagramme und mäanderförmige Zierformen sind gebräuchlich. Früher wurden Maureske und * Arabeske oft unterschiedslos für die gleichen Dekorstücke gebraucht. Heute werden islamische Gestaltungen für gewöhnlich als Mauresken und die davon abgeleiteten, meist plastischer wirkenden abendländischen Ornamente als Arabesken bezeichnet. Im Unterschied zur Maureske sind die Blattranken der Arabesken weniger streng stilisiert, zudem fehlen bei den europäischen Exemplaren im allgemeinen die arabischen Schriftzeichen. An ihre Stelle treten zwischen den Blattranken oft naturalistisch dargestellte Blüten, Tiere und Menschen.

P. JESSEN, Der Ornamentstich, Berlin 1920; H. GEMMINGEN (Hg.), Ornamente aus drei Jt., Bd. 1, Tübingen 1978; G. IRMSCHER, Kleine Kunstgesch. des europ. Ornaments seit der frühen Neuzeit, Darmstadt 1984.


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