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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Meleager (griechisch Meleagros, lateinisch Meleagrus), Sohn des ätolischen Königs Oineus und seiner Gemahlin Althaia.

Nachdem die beiden ersten * Moiren/Parzen dem Neugeborenen Edelmut und Tapferkeit zugesprochen hatten, prophezeite die dritte den Tod, sobald ein im Feuer liegendes Holzscheit verbrannt sein würde. Die Mutter des Knaben holte daraufhin das Scheit aus dem Kamin und verwahrte es sicher. * Artemis, der man viele Jahre später beim Erntefest zu opfern vergessen hatte, bestrafte die Bevölkerung durch das Auftauchen des * Kalydonischen Ebers, eines riesigen Wildschweins, das die Felder verwüstete und die Bewohner der Stadt Kalydon in Angst und Schrecken versetzte.

König Oineus forderte die Helden Griechenlands auf, den * Keiler gemeinsam mit seinen Söhnen zur Strecke zu bringen. Lange Zeit gelang es niemandem, das Untier zu erlegen, das bereits mehrere Männer ums Leben gebracht hatte. Erst ein Pfeilschuss der Jägerin * Atalante verwundete den Wildeber so schwer, dass ihn Meleager mit seinem Spieß töten konnte. Meleager übergab der schönen Atalante die begehrte * Trophäe, das Haupt mit der Schwarte des Wildebers, den er ohne den Pfeilschuss nicht hätte zur Strecke bringen können. Die Brüder Meleagers entrissen der Jägerin jedoch das Siegeszeichen, das sie nicht in Händen einer Frau wissen wollten.

Es entbrannte ein heftiger Streit, der in Handgreiflichkeiten ausartete, in deren Verlauf Meleager seine Brüder mit dem Schwert tötete. Durch Boten in Kenntnis gesetzt, holte die Königin das seit der Geburt Meleagers verwahrte Holzscheit hervor und warf es ins Feuer, damit sich die Prophezeiung erfülle. Unmittelbar danach starb Meleager an einem plötzlichen Fieberanfall, und die Königin erhängte sich vor Gram über den Verlust ihrer Söhne.

Artemis, die der Familie wegen des unterlassenen Opfers noch immer grollte, soll die Töchter des Königs Oineus, die Meleager beweinten, in Meleagrides, "Perlhühner", verwandelt haben. Meleager, mit der Trophäe, der Schwarte des Kalydonischen Ebers, in Händen oder neben sich liegend, war ein in der Barockzeit beliebtes Motiv für Statuetten. Atalante wurde oft als Pendantfigur gestaltet.

W. KRAUS, M. in der Ilias, in: Wiener Studien 63, 1948; G. DALTROP, Die Kalydon. Jagd in der Antike, Berlin 1966.


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