Memorial , von lateinisch memoria, "Gedächtnis", "Andenken",
1) Vormerkbuch, Tagebuch.
2) Veranstaltung zum Gedenken an einen Toten.
3) Sinnbild zur Erinnerung an einen Verstorbenen und seine Werke. Zu den Memorialen gehören neben Mausoleen (* Mausoleum), * Obelisken, * Marterln und Denkmälern u. a. auch * Totenschilde, * Epitaphe und der vor allem im Biedermeier übliche * Trauerschmuck, mit Darstellungen von Trauerweiden, Grabhügeln oder Grabsteinen und * Urnen.
4) Memoria-Gebete, einen Toten betreffende Gebete. Sie sind oft an einen Fürbitter gerichtet und sollen helfen, die Zeit des Toten im * Fegefeuer zu verkürzen. Vgl. * Martyrium.
B. MARQUARDT, Schmuck, München 1983; K. SCHMID, J. WOLLASCH, Memoria, Der geschichtliche Zeugniswert des liturgischen Gedenkens im Mittelalter, in: Münstersche Mittelalter-Schriften 48, München 1984; A. ANGENENDT, Theologie und Liturgie der mittelalterl. Toten-Memoria, in: Schmid/Wollasch Memoria, München 1984, S. 79-199.
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