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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Merkur (lateinisch Mercurius), aus dem Etruskischen, volksetymologisch von lateinisch mercari, "Handel treiben".
1) altrömischer Gott des Handels und der Diebe, Sohn * Jupiters. Merkur entspricht dem griechischen Gott * Hermes. Seine Attribute sind die geflügelte Kopfbedeckung, geflügelte Schuhe bzw. Sandalen und der als * Caduceus bezeichnete goldene Merkurstab, griechisch * Kerykeion. Er wird von zwei Schlagen umwunden und unterstreicht die Wichtigkeit seines Trägers als * Herold, Götterbote und Vollstrecker des Willens * Jupiters. Zu den Aufgaben Merkurs gehört es auch, die Verstorbenen in das Totenreich zu bringen. Auf diesen Dienst anspielend, wird Merkur auf alten Darstellungen manchmal mit einer zu Boden gesenkten * Fackel wiedergegeben. Merkur gilt als Erfinder der * Leier und als Anführer des Reigens der * Chariten. Durch die Annahme, dass er als Götterbote wichtige Nachrichten überbrachte, sahen ihn die * Alchimisten als Hüter des geheimen Wissens an.
2) Alchimistische Bezeichnung für Quecksilber, dem früher große Bedeutung beigemessen wurde.
3) Name des der Sonne am nächsten befindlichen Planeten.
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