Mesopotamien , von griechisch mesopotamia, "Land zwischen den Flüssen", "Zwischenstromland",
Bezeichnung für das Gebiet zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris sowie für Landstriche am linken Tigrisufer und auf der rechten Seite des Euphrat. Manchmal wird die Ansicht vertreten, dass es sich beim * Paradies um dieses Zwischenstromland handelte. Mesopotamien war im Altertum das Zentrum kulturellen Lebens. So liegen z. B. die beiden bekannten Ausgrabungsorte Nimrud und Ninive in dem Gebiet.
Zu den Höhepunkten künstlerischen Schaffens in Mesopotamien zählen die in Nimrud geborgenen Elfenbeinschnitzereien, die meist als ajour gearbeitete Hochreliefs ausgeführt sind und vor allem aus dem 9.-7. Jh. v. Chr. stammen. Zu den imposantesten architektonischen Schöpfungen des Altertums gehörten die Bauwerke in Babylonien (* Babylonische Kunst).
V. CHRISTIAN, Altertumskunde des Zweistromlandes, 2 Bde., Leipzig 1940; B. BRENTJES, Land zwischen den Strömen, Leipzig 1963; R. D. BARNETT, A Catalogue of The Nimrud Ivories, 2. Aufl., London 1975; A. L. OPPENHEIM, Ancient Mesopotamia, Chicago 1977; M. MALLOWAN, The Nimrud Ivories, London 1978; Der Garten Eden. 7 Jt. Kunst u. Kultur an Euphrat u. Tigris, Kat., Mainz 1978; A. MOORTGAT, Die Kunst des Alten M. Die klass. Kunst Vorderasiens, Bd. 1: Sumer u. Akkad, Köln 1982, Bd. 2: Babylon u. Assur, Köln 1984; S. LLOYD (Einf.), Fifty Years of Mesopotamian discovery: The Work of the British School of Archaeology in Iraq 1932-82, London 1982; H. HEIDRICH, Die Paläste im Alten M., Berlin 1984.
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