Messing , * Legierung aus Kupfer, Zink und Zusatzmetallen in kleinen Mengen (z. B. Blei, Eisen, Mangan und Nickel) zur Erzielung spezieller Eigenschaften.
Bei hohem Zinkanteil wird die Legierung härter, spröder, leichter gießbar und in der Farbe heller; früher nannte man diese Art der Legierung Gelbkupfer. Messing mit einem Kupferanteil von über 67 % ist weicher, dehnbarer sowie in der Farbe dunkler, rötlicher und heißt Rotkupfer, Rotmessing oder * Tombak. Aus Messing hergestelltes * Blattmetall bezeichnet man als Knitter- oder * Rauschgold. Aus Messing getriebene Waren, wie Schneekessel usw., wurden früher auch als * Dinanderie bezeichnet. Die Erfindung des Messings wird den im * Altertum nahe Trapezus (heute Trabzon) am Schwarzen Meer lebenden Mossynoiken zugeschrieben, auf die auch der Name Messing zurückgehen soll.
R. u. R. F. GENTLE, English Domestic Brass 1680-1810 and the history of its origins, London 1975; W. WISWE, Hausrat aus M. u. Kupfer aus dem Braunschweig. Landesmus. Bestandskat. u. Dokumente zum Brauchtum der Kupferschmiede, Braunschweig 1980; H. P. LOCKNER, M. Ein Handb. über M.gerät d. 15.-17. Jh., München 1982.
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