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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Michael, hl. , hebräischer Name mit der Bedeutung "Wer ist wie Gott?" (* Daniel 10, 139.

Im Alten Testament wird Michael als Anführer der himmlischen Heerscharen beschrieben und im Neuen Testament als * Erzengel, der beim * Engelssturz die himmlischen Engel anführt. In der Bildenden Kunst findet man Michael meist geflügelt und in weißer langer Gewandung wiedergegeben, mit Weltkugel und * Kreuzstab bzw. einer Kombination von Kreuzstab oder * Kreuzfahne und Lanze, aber auch mit Schwert. Auf Bildern von der Vertreibung Adams und Evas aus dem * Paradies ist Michael meist mit einem Flammenschwert wiedergegeben. Auf Kunstwerken der Ostkirche haben Erzengel stets einen * Nimbus. Die häufigste Darstellung Michaels ist der Kampf mit dem Drachen, der die * Apokalyptische Frau und das Kind bedroht.

Im Westen wird Michael beim Drachenkampf in der Regel ohne Pferd, in der byzantinischen Kunst dagegen beritten dargestellt, im Gegensatz zum hl. Georg aber geflügelt. Beim Engelssturz hält Michael entweder ein Schwert oder eine als Kreuzstab bzw. Kreuzfahne ausgeführte Lanze in Händen. Der Kampf Michaels mit * Luzifer, dem Symbol der bösen Mächte, ist für gewöhnlich das Zentralmotiv des Engelssturzes. Beim * Apokalyptischen oder Jüngsten Gericht ist Michael meist mit einer Waage zu sehen, auf der die Seelen der Verstorbenen gewogen und damit das Gewicht der guten und bösen Taten bestimmt wird (* Erzengel).

F. WIEGAND, Der Erzengel Michael in der Bildenden Kunst, Stuttgart 1886; K. LÜBECK, Zur ältesten Verehrung des hl. M. in Konstantinopel, in: Hist. Jahrb. 26, 1905; A. GERLACH, Der dt. M., Mainz 1906; P. J. MAYER, St. M. und seine Verehrung ..., Karlsruhe 1916; A. M. RENNER, Der Erzengel M. in der Geistes- u. Kunstgesch., Saarbrücken 1927; W. SPEISER, St. M. in d. Kunst, Basel 1947; C. J. H. VILLINGER, St. M., Wiesbaden 1953; A. ROSENBERG, M. u. der Drache, Olten 1956; G. KEHNSCHERPER, M. - Geist u. Gestalt, Berlin 1957; L. KRETZENBACHER, Die Seelenwaage, Klagenfurt 1958; L. KÜPPERS, M., Recklinghausen 1970; M. MARTENS, Saint M. et sa symbolique, Brüssel 1979.


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