Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »

Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Nutzen Sie die Funktion der VOLLTEXTSUCHE, indem Sie Worte oder Wortteile in das Suchfeld eingeben. Das Kunstlexikon beschreibt ca. 10.000 Begriffe, hat 5,5 Mio Zeichen ( Druckausgabe: 1663 Seiten). Die Begriffe verweisen insgesamt auf ca. 35.000 Quellen.  
 Volltextsuche: nur in der Begriffsliste suchen

Arcimboldi , Arcimboldo, Giuseppe, (geb. um 1527, Mailand; gest. 1593, Mailand), seit 1562 als Hofmaler der Kaiser Ferdinand I., Maximilian II. und Rudolf II. in Prag tätig.

Arcimboldi wurde geadelt und mehrfach ausgezeichnet, bevor er 1587 nach Mailand zurückkehrte. Der Meister ist stilistisch dem Manierismus zuzuordnen. Neben traditionell gestalteten Familienporträts schuf Arcimboldi vor allem aus Blumen, Früchten, Landschaften oder Geräten zusammengesetzte * Porträts und * Allegorien. So hat Arcimboldi z. B. in der Gesichtspartie eines personifizierten Sommers Mandeln als Augen, eine Birne als Nase, eine Erbsenschote als Mund und Getreidehalme für die Darstellung des Bartes verwendet. Ein anderes Beispiel ist das im Museum im Schloss Skokloster, Bålsta in Schweden, aufbewahrte Bild eines Bibliothekars. Arcimboldi gestaltete es im Einklang mit dem Beruf des Dargestellten aus Büchern und Lesezeichen. Vereinzelt bediente sich der Meister auch der Technik des * Vexierbilds. So befindet sich z. B. im Museo Ala Ponzone in Cremona ein * Stillleben mit einer Schüssel Karotten, Zwiebeln und anderem Gemüse. Wird das Bild auf den Kopf gestellt, d. h. um 180 ° gewendet, so erkennt man den aus dem Gemüse zusammengesetzten Kopf des Gärtners. Die Schüssel selbst bildet den Hut des Mannes. Zeitgenossen des Künstlers bestätigten, dass trotz der verfremdeten Ausführungen die in den Porträts dargestellten Personen einwandfrei wieder zuerkennen waren. Als personifizierten Herbst gestaltet hat der Künstler z. B. Kaiser Rudolf II., und in einer Allegorie des Feuers ist das Porträt Kaiser Maximilians II. verborgen. Die phantasievoll-bizarren Werke machten Arcimboldi schon zu Lebzeiten berühmt, und seine Arbeitsweise wurde oft kopiert. In * Kabinettschränken wurden mitunter Bilder eingesetzt, die in der Manier Arcimboldis. gestaltet sind, so z. B. im Kunstkabinett Gustav II. Adolfs von Schweden.

B. GEIGER, Giuseppe Arcimboldo, 1960; P. PREISS, G. A., Prag 1967; A. PIEYRE de MANDIARGUES, Das Wunder A., Köln 1978; A. BEYER (Hg.), A. Figurinen, Kostüme u. Entwürfe f. höf. Feste, Frankfurt/M. 1983.


<< Archivolte Arcus Triumphalis >>


Der Kunstbegriff des Tages per E-Mail!
Auf Wunsch senden wir Ihnen regelmäßig einen Begriff aus dem Kunstlexikon
per E-Mail zu. Zur Anmeldung »

Schmuckwissen>>


Aktuelle Objekte:

Otto Pankok >

Pablo Picass... >



Aktuelle Objekte:

Salvador Dali >

Kippenberger... >