Minerva , altitalische Göttin des Handwerks, der schönen Künste und der Weisheit.
Seit Ende 3. Jh. v. Chr. wird Minerva mit der griechische Göttin * Athene gleichgesetzt. Im Minerva-Tempel auf dem Aventin, einem der sieben Stadthügel Roms, erhielten die Poeten und Schauspieler 207 v. Chr. das Versammlungsrecht zuerkannt. Das Fest der Minerva, die so genannte Quinquatrus (19.-23. März), war das Hauptfest der Künstler, Handwerker und Schüler. Die Schulen waren geschlossen, und die Lehrer bekamen den einmal jährlich bezahlten Lohn ausgehändigt. Im Tempel des Gottes Jupiter, auf der Südkuppe des * Kapitols (des kleinsten der sieben Hügel Roms), wurden * Jupiter, * Juno und Minerva gemeinsam als * Kapitolinische Trias verehrt, die die alte Götterdreiheit Jupiter, * Quirinus und * Mars abgelöst hatte.
H. HUNGER, Lexikon d. griechischen u. römischen Mythologie, Wien 1988.
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