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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Montierung , von französisch monter, "ausrüsten",
Bezeichnung für * Beschläge, * Fassungen etc. aus (Edel-)Metall, meist in Verbindung mit Gegenständen aus anderen Materialien. Besonders oft wird der Ausdruck bei Gefäßen verwendet, z. B. im Zusammenhang mit * Elfenbeinhumpen. Die nicht aus Elfenbein bestehenden Teile sind im allgemeinen aus vergoldetem Silber geschmiedet und werden in ihrer Gesamtheit als Montierung bezeichnet. Es zählen dazu der Deckel oder auch nur dessen Befestigung (wenn der Deckel aus Elfenbein geschnitzt ist), ferner der manchmal vorhandene Lippenring (* Trinkrand), ein meist im Innern befindlicher Gefäßeinsatz, und der Fußring bzw. die gesamte Bodenplatte. Auch der Henkel besteht für gewöhnlich aus vergoldetem Silber.
Auf die Herstellung solcher Silbermontierungen, wie u. a. auch bei Gefäßen aus * Wurzelholz (* Doppelbecher) und * Schmucksteinen (* Bergkristall, * Achat etc.) gebräuchlich, waren im Barock vor allem Augsburger und Nürnberger Gold- und Silberschmiede spezialisiert. Bei Gefäßen aus Glas oder Keramik (* Walzenkrug) besteht die Montierung gewöhnlich aus Zinn.
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