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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Muschelwerk , für Barock und Rokoko typisches Dekormotiv in der Form von Muschelschalen.
Im Barock gleicht das Muschelwerk meist der symmetrisch ausgebildeten Kammuschel (vgl. das allgemein bekannte Logo der Firma Shell). Die um 1730 in Frankreich aufgekommenen asymmetrischen Ornamente in ausschwingenden Muschelformen werden * Rocaillen genannt und bilden die wichtigste Zierform des Rokoko. Der Ausdruck Rocaille bedeutet "Haufen kleiner Steine" und nimmt Bezug auf das als Dekor dienende * Grotten- und Muschelwerk. Namengebend waren die bereits im Barock in Schlossgärten künstlich angelegten Nischen und Grotten, deren Inneres mit Natursteinen und Muscheln bizarr ausgekleidet war und mit mythologischen Figuren aus Marmor oder Stein belebt wurde.
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