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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Musen (griechisch mousai, lateinisch musae), Töchter des Zeus und der * Titanin * Mnemosyne (Hesiod, Theog. 915 ff.) oder der Harmonia.

Nach anderen Quellen stammen sie von * Uranos und * Gäa ab. Die Musen werden als Schützerinnen der Künste angesehen, später auch der Wissenschaften. Pausanias erwähnt drei Musen, Melete, Mneme und Aoide (Pausanias IX, 29,2). Später wuchs ihre Zahl allmählich auf neun an. Dargestellt werden die Musen meist mit ihren Attributen, spielend und tanzend. Sie gelten als Vermittler künstlerischer Inspiration und als Begleiterinnen des Gottes Apollon, der deshalb auch den Beinamen Musagetes, "Musenführer", hat.

Namentlich finden meist folgende Musen Erwähnung:

1. Erato, die Liebevolle, Muse der Liebesdichtung, mit der * Kithara als Attribut.
2. Euterpe, die Erfreuende, Muse der lyrischen Poesie und des lyrischen Gesanges, mit dem * Aulos als Attribut.
3. Kalliope, die Schönstimmige, Muse der epischen Dichtung, mit Schreibtafel und Griffel als Attributen.
4. Kleio oder Klio, die Rühmerin, Muse der Geschichtsschreibung, mit * Buchrolle und Griffel als Attributen.
5. Melpomene, die Singende, Muse der Tragödie, mit tragischer Maske und Kranz aus Weinblättern als Attributen.
6. Polyhymnia, die Hymnenreiche, Muse des Festgesanges, ohne Attribut.
7. Thaleia oder Thalia, die Blühende, Muse des Lustspiels, der Komödie, mit komischer Maske und Efeukranz als Attributen.
8. Terpsichore, die Reigenfrohe, Muse der Chorlyrik und des Tanzes, in Tanzhaltung, mit * Lyra und * Plektron als Attributen.
9. Urania, die Himmlische, Muse der Sternkunde, mit Himmelsglobus und Zeigestab als Attributen.

Die zum Gefolge Apollons zählenden Musen sollen am Berg Helikon bei der Quelle Hippokrene zu finden sein, die durch einen Hufschlag des geflügelten Musenrosses (* Pegasus) freigelegt wurde. Anderen Angaben zufolge wohnen die Musen auf dem Berg * Parnaß (der Apollon geweiht ist), bei der Kastalischen Quelle, deren Wasser Begeisterung und Dichtergabe verleihen soll. Besonders im Barock waren Darstellungen des Parnass mit dem von Musen umringten Gott Apollon beliebt, wobei auf der Spitze des Berges oft Pegasus steht. Oft werden die Musen mit den Sieben Freien Künsten (* Artes liberales) in Verbindung gebracht.

W. F. OTTO, Die Musen und der göttliche Ursprung des Singens und Sagens, Düsseldorf, Köln 1955; L. D. ETTLINGER, Die Verwandlung der Musen in die sieben Freien Künste, in: Sitzungsberichte der Kunstgeschichtliche Gesellschaft, Berlin 1960/61.


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