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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Musterbuch , Modelbuch, Sammlung von Musterbögen in Form von * Zeichnungen oder * Stichen.

Musterbücher dienten Künstlern und Kunsthandwerkern von der Renaissance bis zum Art deco als Vorlagen. Es handelt sich dabei sowohl um Ornamente, die als so genannte * Ornamentstiche vervielfältigt und einem großen Kreis verfügbar gemacht wurden, als auch um Bildtypen (Kopfdarstellungen etc.), die innerhalb einer Werkstatt als mustergültig erachtet und fixiert wurden. Sie dienten dem in Ausbildung befindlichen Nachwuchs als Vorbild und fixierten die stilistischen Eigenheiten einer Stilepoche. Da die Herstellung von Werken der Bildenden Kunst bis zur Renaissance nahezu ausschließlich und auch bis ins 19. Jh. oft auf Bestellung erfolgte, dienten die Darstellungen auch potentiellen Auftraggebern als "exemplum", als Muster, unter denen sie auswählen konnten. In der Biblioteca Apostolica Vaticana in Rom und in der Bibliothèque Nationale in Paris befinden sich Exemplare des ältesten erhaltenen Musterbuches; es entstand Anfang 10. Jh. und ist französischer Provenienz. Zu den bedeutendsten Musterbüchern zählt ferner das um 1240 datierte Bauhüttenbuch des Villard de Honnecourt, das gleichfalls in der Bibliothèque Nationale in Paris aufbewahrt wird.

F. RÜCKER, H. R. HAHNLOSER, Das Musterbuch von Wolfenbüttel, in: Mitt. d. Gesellschaft f. vervielfältigende Kunst, 1929; A. LOTZ, Bibliogr. der Modelbücher, Leipzig 1933; R. W. SCHELLER, A Survey of Medieval Model Books, Haarlem 1963; A. LOTZ, Bibliographie der Modelbücher, Stuttgart 1963; U. JENNI, Das Skizzenbuch der Intern. Gotik in den Uffizien. Der Übergang vom M. zum Skizzenbuch, Wien 1976; H. BELTING, Die Werkzeichnung auf dem Weg zur Künstlerzeichnung, in: Kunstchronik 35, 1982.


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